Das „Goldstandardverfahren“ in der Orthopädie: Intramedulläre Verriegelungsnagelung bei intertrochanterischen Frakturen – präzise Reposition + schnelle Rehabilitation
Klinische Präsentation
Ältere Frau, aufgenommen nach einem Sturz.



Diagnose: Komminutierter rechter femoraler Intertrochanterfraktur (AO-Klassifikation Typ 31-A1.3).

Bei Frakturen vom Typ 31-A1.3 war die Erzielung einer zufriedenstellenden Reposition stets schwierig.
Intraoperativer Verlauf:
Versuch einer geschlossenen Reposition scheiterte. Je mehr Zug ausgeübt wurde, desto stärker verlagerte sich der proximale Fragment nach kranial infolge der Zugkraft des Musculus iliopsoas.


Es wurde ein 2 cm langer anteriores Mini-Schnitt gesetzt. Die Frakturstelle wurde mit dem Finger abgetastet. Der proximale Fragment war nach kranial verlagert, während der distale Fragment nach posterior verlagert und verhakt war. Eine Klammer wurde in die Frakturstelle eingeführt; unter Fingerführung in Kombination mit der Klammer wurden die verhakten Fragmente gelöst. Anschließend diente die Klammer zur Aufrechterhaltung der Repositionsqualität durch mediale und laterale Kompression. Die übliche Lokalisation, Platzierung des Führungsdrahtes sowie das standardmäßige chirurgische Vorgehen wurden abgeschlossen. 
Der Markraum war eng. Es wurde keine Aufbohrung durchgeführt. Der intramedulläre Nagel mit einem Durchmesser von 9 mm wurde unter engem Sitz eingebracht. Die Einstellung der Anteversion der zephalomedullären Schraube erwies sich als schwierig.




Das „Goldstandardverfahren“ in der Orthopädie: Intramedulläre Verriegelungsnagelung bei intertrochanterischen Frakturen – präzise Reposition + schnelle Rehabilitation