distale humerale Verriegelungsplatte
Die distale humerale Verriegelungsplatte stellt ein spezialisiertes orthopädisches Implantat dar, das zur Stabilisierung und Reparatur von Frakturen am unteren Ende des Humerus in der Nähe des Ellenbogengelenks entwickelt wurde. Dieses fortschrittliche Fixationsgerät kombiniert ein anatomisch geformtes Plattendesign mit Verriegelungsschraubentechnologie, um eine überlegene Frakturstabilisierung in einer der anspruchsvollsten anatomischen Regionen zu gewährleisten. Die distale humerale Verriegelungsplatte zeichnet sich durch eine flache Bauweise aus, die sich präzise an die komplexe Knochengeometrie des distalen Humerus anpasst, wodurch Reizungen des Weichgewebes minimiert und die biomechanische Stabilität maximiert wird. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die korrekte Knochenstellung während des Heilungsprozesses aufrechtzuerhalten – insbesondere bei komplexen intraartikulären Frakturen, komminutierten Frakturen sowie bei osteoporotischen Knochenverhältnissen, bei denen herkömmliche Fixationsmethoden möglicherweise unzureichend sind. Die technologische Innovation der distalen humeralen Verriegelungsplatte beruht auf ihrem festwinkeligen Verriegelungsmechanismus, bei dem die Schrauben in vordefinierten Winkeln in der Platte verriegelt werden und so eine stabile Konstruktion erzeugen. Diese winkelstabile Fixation macht eine exakte Kompression zwischen Platte und Knochen überflüssig und verteilt die Kräfte gleichmäßiger über die Frakturzone. Zu den klinischen Anwendungen zählen die Behandlung distaler Humerusfrakturen bei älteren Patienten mit schlechter Knochenqualität, komplexe, mehrfragmentige Frakturen, die eine Rekonstruktion erfordern, periprothetische Frakturen im Bereich von Ellenbogenersatzimplantaten sowie Revisionseingriffe nach Versagen einer vorherigen Fixation. Chirurgen setzen die distale humerale Verriegelungsplatte sowohl bei offenen als auch bei minimal-invasiven Techniken der offenen Reposition und internen Fixation ein und passen den chirurgischen Zugang an die Komplexität des Frakturmusters sowie an patientenspezifische anatomische Gegebenheiten an.